Toronto

Toronto liegt am Lake Ontario an den grossen Seen und ist ein Zusammenschluss aus mehreren Städten mit einer Einwohnerzahl von 3.5 Millionen, Tendenz steigend. Besonders viele Einwanderer aus Osteuropa und Asien haben mittlerweile die kulturelle Vielfalt der Stadt belebt. Neben der ursprünglich überwiegend britischen Bevölkerung kamen um 1920 die Italiener und um 1950 eine grosse Zahl Deutsche in die Stadt. In Little Italy bekommt man Pizza wie in Italien, in Little Greece ist die Küche gleichermassen geprägt. Das Wahrzeichen Torontos, der CN-Tower ist mit 553 m Höhe, das höchste freistehende Bauwerk der Welt. Um einen Überblick zu bekommen, ist es ein guter Start Toronto zunächst von oben zu entdecken. Bei klarem Wetter reicht die Sicht von hier bis zu den 120 km entfernten Niagara Fällen, oder auf die andere Seeseite in den US Bundesstaat New York.

Down Town Toronto ist eine Mischung aus supermoderner Stadt und alter Bausubstanz, die teilweise in sehr krassen Gegensätzen nebeneinander stehen. Einen Besuch wert ist das Eaton Center, die zweitgrösste Shopping Mall Kanadas, die mit einer Grundfläche von etwa 4 Fussballfeldern ungefähr 500 Geschäfte auf 4 Stockwerken beherbergt.

Nur wenige Blocks westlich des Eaton Centers, stösst man auf das drittgrösste Chinatown in Nordamerika. Dieses bunte, Tag und Nacht quirlige Viertel mit seinen Strassennahmen in chinesischen Schriftzeichen ist so asiatisch geprägt, dass es schwer fällt zu glauben, man befände sich in Kanada. Die englische Sprache hört man hier selten und sie wird auch kaum verstanden. Freunde der asiatischen Küche kommen hier auf jeden Fall auf Ihre Kosten.

Folgt man Kanadas längster Strasse, der Youngstreet ( beginnt am Lake Ontario und endet an der Hudson Bay ) stellt man bereits am Ausgang des Eaton Center fest, dass die hier angesiedelten Geschäfte in den alten Gebäuden Torontos an Vielfalt kaum zu übertreffen sind. Selbst für einen Einkaufsmuffel bieten sich hier ungeahnte Möglichkeiten. Etwas Zeit sollte sein für das grösste Buchgeschäft der Welt, oder das Kaufhaus, wo kein Artikel teuerer ist, als 1 $. Wer seinen Shopping Trip auf die Abendstunden ausdehnt sieht Lichtreklame, die durchaus einen Vergleich mit denen des Picadilly Circus in London standhalten.

Nicht ganz einfach an der Spadina Ave zu finden ist Torontos Schloss , das von einem millionenschweren Sonderling um 1914 gebaut wurde. Das er dabei keine Kosten gescheut hat, beweist, dass die meisten Steine aus Schottland importiert wurden und er letztendlich kurz vor der Fertigstellung Pleite war.
Nicht weniger gut versteckt ist das 1793 gebaute Old Fort York in Toronto im Südwesten der Stadt am Gardiner Expressway. Eingezwängt zwischen Bahnhofsgelände und Hwy stehen hier die wohl ältesten Gebäude Torontos, die ursprünglich unmittelbar am Lake Ontario standen. Das südlich davon befindliche Land bis zum heutigen Seeufer ist alles künstliche Aufschüttung. In den Sommermonaten werden im Fort Exerzierübungen der ehemals britischen Armee um 1800 gezeigt und dabei auch die alten Kanonen abgefeuert.

Im Norden Torontos am Hwy 400 gilt es das "Black Creek Pioneer Village" zu entdecken. In der Nähe der Abfahrt Steeles Ave (East) veranschaulicht diese Replica eines Ortes in Ontario um 1890 eindrucksvoll das Leben der Bürger in Kanada im letzten Jahrhundert. Kostümierte Angestellte in der Bekleidung aus jener Zeit zeigen das Leben von seiner praktischen Seite. Dabei ist die funktionierende, mit Wasser angetriebene Mühle genauso interessant, wie der Schmied, der an der Holzkohlenesse Hufeisen herstellt.

Mit den hier gezeigten Bildern sind die Sehenswürdigkeiten bei weitem noch nicht alle benannt. Weitere Highlights wie der Toronto Zoo, der Vergnügungspark "Canadas Wonderland", das Royal Ontario Museum mit seiner ausgezeichneten Ausstellung prähistorischern Lebens und noch vielen anderen sehenswerten Orten wie den Scarborough Bluffs, würden noch Seiten füllen. Mindestens eine Woche wird benötigt, um sie interessantesten Dinge zu entdecken.