Ausgearbeitet und veröffentlicht durch Kanada ABC. Redaktioneller Stand
August 2002

INHALT:
Alkohol, Angeln, Banken, Bären, Bed & Breakfast, Benzin, Bootsverleih, Campingplatz, Einreise USA, Einreise Canada, Entfernungen, Essen und Trinken, Feiertage, Fliegen nach Canada, Führerschein, Gastfreundschaft, Geld, Geschwindigkeit, Hotels / Motels, Informationsbeschaffung in Deutschland,Kleidung, Krankenversicherng, Kreditkarte, Medikamente, Mietwagen, Mücken, Müll, Notruf, Provinvial Park/National Park, Reservierungen, Souveniers, Steuern, Stromversorgung, Telefonieren, Temperaturen, Steuern, Tiere, Toll Free Number, Touristinformation, Trinkgeld, Verkehrsregeln, Waffen, Wohnmobile, Zollvorschriften.

Alkohol:
Alkohol kann man in Canada und in den USA nicht wie in Deutschland im Supermarkt kaufen. Bier erhält man nur in einem Beer Store, Wein und Spirituosen nur in einem Liquor Store. Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ( Straße, Parkbank ) ist verboten. Der Privatbereich ist davon ausgenommen. Zum Privatbereich zählt z. Bsp der Campingplatz. Besonders Spirituosen und Wein sind erheblich teurer als in Deutschland. Eine Flasche Wein kostet im Durchschnitt 7 Can$, eine Flasche Whisky mindestens 20 Can$. Wenn Sie Weinliebhaber sind, verzichten Sie auf den Kauf von Wein im Liquor Store, denn Sie werden dort auf den Flaschen Hinweise zu deutschen Weinanbaugebieten finden, von denen Sie noch nie etwas in Deutschland gehört haben. Alle angebotenen Weine unter 12 $ pro Flasche sind überwiegend Verschnittweine aus mehreren Sorten. Guten Wein bekommt man nur in Fachgeschäften oder auf Vorbestellung. Der Preis ist dann meist astronomisch und diese Geschäfte befinden sich nur in Grossstädten. Alkohol wird z. B. in Restaurants nur ausgeschenkt, wenn das Restaurant eine Lizenz ( Fully Licence ) dafür besitzt.
Mittlerweile haben sich in einigen Provinzen ( Ontario, B.C. Quebec ) auch Pfandsysteme für Leerflaschen und Getränkedosen durchgesetzt. Das Leergut kann innerhalb einer Provinz in jedem Liquor- oder Beer Store abgegeben werden und man erhält dann das Pfand zurück.

Angeln am Fraser River in B.CAngeln:
Angeln ist in Canada unkompliziert. Für die Einfuhr von Angelgerät für den persönlichen Gebrauch bedarf es keiner besonderen Genehmigung. Sie erhalten den notwendigen Angelschein in den Parkverwaltungen der Provincial Parks oder in Geschäften in denen Sie Jagd- bzw. Angel- oder Campingausrüstung erhalten. Sie können auch Angelausrüstung in den Geschäften mieten, in denen Sie Angelscheine bekommen. Machen Sie sich aber vorher sachkundig, wo Sie angeln können und welche Fische Sie in der Gegend fangen dürfen, in der Sie sich aufhalten.

Banken:
Banken findet man in jedem Supermarkt (Shopping Mall). Die Öffnungszeiten von Banken sind im Regelfall von Montag bis Freitag zwischen 10.00 Uhr und 15.00 Uhr. Anders als in Deutschland, können Sie nicht in jeder Bank fremde Währungen wechseln. Dies ist nur in den großen Städten möglich und nur dann, wenn extra darauf hingewiesen wird. Wenn Sie € in bar in kanadische Währung umtauschen wollen, stellen Sie sich darauf ein, daß die Banken dann bis zu 20 % der Summe an Gebühren einbehalten. Es ist daher von Vorteil, wenn Sie alle Zahlungen oder Abhebungen mit der Kreditkarte leisten (mit der Kreditkarte wird je nach Karte der Briefkurs genutzt. Die Gebühren betragen dann je nach Karte mindesten 1,6 % des Betrages, den Sie abheben) oder wenn Sie Reisecheques in kanadischer Währung mitführen. Achten Sie darauf, daß Sie immer einige 20 $ Noten haben, weil Tankstellen, besonders in der Nacht, keine grösseren Noten annehmen. Euro Cheques werden nirgendwo in Nordamerika entgegengenommen!!!

Bären:
Bären gibt es nicht in der Nähe von Großstädten. Je weiter Sie aber nach Norden kommen, um so größer ist die Chance einen Bären zu sehen. Wenn Sie tatsächlich einen sehen ist dies mit einem Lottogewinn vergleichbar. Sorgen Sie aber um Ihrer eigenen Sicherheit willen dafür, daß der Bär Sie zuerst sieht/hört. Wenn der Fall umgekehrt eintritt und Sie einen Bären aufscheuchen, ist meistens nicht der Bär der Verlierer. Laufen Sie in diesem Fall nicht weg, sondern reden Sie beruhigend auf den Bären ein und entfernen sich rückwärts gehend zügig aus dem Gefahrenbereich. Unter Bärenfachleuten gibt es geteilte Ansichten darüber, ob eine kleine Silhouette ( gebückt ) oder ob aufrechtes Gehen und das Wedeln mit den Armen dabei die bessere Variante ist. Unsere Erfahrung bei Begegnungen mit Schwarzbären und Grizzlies hat gezeigt, dass hastige Bewegungen den Bär veranlassen sofort anzugreifen. Dies tut er auch dann, wenn Sie versuchen wegzulaufen.

Bär am Icefield Parkway in B.C.Ein Bär der sich aufrichtet wenn er mehr als etwa 50 m von Ihnen entfernt ist, fühlt sich zunächst nicht bedroht, sondern tut dies, weil er keine Witterung von Ihnen aufnehmen konnte und versucht nun zu ergründen ob er bedroht wird. Entfernen Sie sich wie oben bereits beschrieben.Wenn der Bär unmittelbar aufrecht vor Ihnen steht, erfolgt ein Angriff unmittelbar. Ein Bär mit angelegten Ohren ist kurz davor anzugreifen. Weglaufen hat nur noch dann Sinn, wenn der Bär weiter weg ist als 50m und ein Baum oder ein Haus weniger als 5m von Ihnen entfernt ist. Vorsicht, Schwarzbären können sehr gut klettern. Bei einem Angriff legen Sie sich auf den Boden, ziehen Sie die Beine an und schützen Sie den Kopf mit den Händen. Stehen Sie erst auf, wenn der Bär weiter als 50m von Ihnen entfernt ist. Ein Bär der mit einer Tatze mit wuchtigen Schlägen Gras oder Erde empor schleudert warnt damit seinen Gegenüber. Eine Flucht von Ihnen wird meistens unter der oben beschriebenen Verhaltensweise akzeptiert. Wenn Sie trotz aller Vorsichtmassnahmen mit einem Bär zusammentreffen und eine Konfrontation unvermeidlich ist, versuchen Sie ruhig und überlegt zu handeln. Verlassen Sie sich nicht auf die Wirkung von Bärenabwehrmittel (Pfefferspray). Ein kräftiger Hieb auf die Nase als dem empfindlichsten Organ, verschafft Ihnen immer eine Atempause.
Lagern Sie Ihre Verpflegung niemals im Zelt, auch dann nicht, wenn Sie sich nicht darin aufhalten. Nehmen Sie Kleidung die Sie bei der Zubereitung von Mahlzeiten getragen haben nicht mit in das Zelt. Spülen Sie Geschirr unmittelbar nach dem Gebrauch ab. Tun Sie dies in entsprechendem Abstand von Ihrem Lagerplatz. Wenn Sie auf einem Canoe oder Hiking Trip sind, hängen Sie Ihre Lebensmittel zwischen zwei Bäume die mindestens 6 m Abstand voneinander haben. Die Mindesthöhe sollte 4 m, mit einem Abstand von 1m vom Baum sein. Wenn Sie Ihre Verpflegung unter Ihrem umgedrehten Kanu lagern oder in einer Kühlbox mit Verschluß alles in Sicherheit wähnen, verlieren Sie Ihr Kanu und die Lebensmittel, im anderen Fall die Kühlbox und den Inhalt. Wie gut der Geruchsinn von Wildtieren ist zeigt, daß sie aus einer Entfernung von 5 km Lebensmittel in einem verschlossenen Auto wittern. Hängen Sie daher an Ihrer Campsite immer ein Stück Aluminiumfolie so hin, daß sich diese im Wind bewegt und Geräusche erzeugt. Unbekannte Geräusche machen einen Bären zunächst vorsichtig.
Wenn Sie eine Wanderung machen, nehmen Sie ein kleines Glöckchen mit und befestigen Sie dies so an Ihrer Kleidung, daß es Geräusche erzeugt. Wenn Sie eine offene Wunde haben oder wenn eine der Begleiterinnen Ihre Periode hat, verzichten Sie auf die Tour. Ein Bär oder jedes andere Raubtier identifiziert Sie als verwundete Beute. Eine gefährliche Konfrontation ist dann fast unvermeidlich.

Bed & Breakfast:
In ganz Canada sind in mittleren und grossen Städten Bed & Breakfast Zimmer zu bekommen. Die Preisunterschiede für eine Übernachtung sind erheblich und beginnen bei etwa 85 $ und können durchaus 250 $ pro Übernachtung erreichen. An den internationalen Flughäfen gibt es meist eine "Tourist Information", die über Adressen von B & B verfügt. Es ist nicht angeraten, sich auf diese Informationen zu verlassen, sondern bereits lange vorher, am Besten über das Internet, die Unterkunft zu buchen. Eine wichtige Frage ist auch ( besonders in Toronto, Montreal, Quebec City, Vancouver ) ob und wo ein Parkplatz für das Auto zur Verfügung steht und wieviel das kostet. B & B Zimmer in Canada sind auf jeden Fall teurer, als entsprechende Hotels, besonders dann, wenn ein Parkplatz ( bei Hotels kostenfrei ) in einem entfernten Parkhaus für teures Geld genommen werden muss. Eines bietet B & B auf jeden Fall, schöne Umgebung mit Familienanschluss.
Eine andere, preiswerte Alternative in Toronto sind die Unterkünfte der Studenten. In den Semesterferien zwischen Mitte May und Ende August bietet die Verwaltung für Can$ 84 ( Stand Sommer 2002 ) Zimmer an. Wöchentliche Mieten sind auch möglich. Nähere Informationen unter 001-416-287-7323 oder unter
www.scar.utoronto.ca

Benzin:
Benzin ist in Canada gegenüber Europa preiswert. Der Liter Normalbenzin kostet etwa 0,82 Can$. Diesel ist an kleinen Tankstellen an Nebenstraßen nicht immer zu haben. Diesel hat etwa den gleichen Preis wie Benzin. Es gibt jedoch kaum PKW oder Motorhomes bei den Vermietern, die mit Diesel fahren. Je weiter man nach Norden kommt, um so teurer wird der Treibstoff. 0,25 Can$ mehr gegenüber Toronto oder Vancouver sind nicht ungewöhnlich. Am preiswertesten ist Benzin in der Provinz Alberta oder generell in den USA. Weil Tankstellen an Überlandstraßen (Highways) im Durchschnitt alle 30 km plaziert sind, die Ortschaften teilweise bis zu 100 km auseinander liegen, sollte man bei der Vierteltankanzeige langsam eine Tankstelle anfahren.

Bootsverleih:

Kanu im Shoals Provincial ParkIn Gegenden um Provincial Parks oder bei Wasserläufen finden Sie meist immer einen Bootsverleih. Hier können Sie recht preiswert alles das mieten, was Sie für einen Familientrip auf dem Wasser benötigen. Denken Sie daran, daß Sie für jeden Mitfahrer im Boot eine Schwimweste an Bord haben. Dies ist in Canada gesetzlich vorgeschrieben und zieht bei Nichtbeachtung empfindliche Geldbußen nach sich.

Campingplatz:
Für Campingplätze muß man für eine Übernachtung auf privaten Plätzen etwa 20 Can$ ausgeben. Für staatliche Plätze in den Provincial Parks zahlt man ohne jeden Komfort ab 12 Can$. Dafür hat man immer reichlich Platz, eine Feuerstelle und einen Picknicktisch mit Bänken. Bis zu 24 Can$ sollte man kalkulieren, wenn ein Stromanschluß direkt am Platz vorhanden ist. Die staatlichen Plätze sind aber von der Lage immer die schöneren mit einem größeren Platzangebot. In den Sommermonaten Juli und August sollte man rechtzeitig an den Provincial Parks sein, oder mit einer sogenannten Toll Free Number ( Anruf ist kostenfrei ) wenn möglich, mindestens zwei Tage vorher, unter Angabe der Nummer einer Kreditkarte buchen. Bei den folgenden Parks ist es angeraten, in den Monaten Juni, Juli und August von der Reservierung unbedingt Gebrauch machen: Algonquin Provincial Park, Lake Superior Provincal Park, Killarney Provincial Park, Sleeping Giant Provincial Park. Wichtig zu wissen ist auch, dass manche Parks in ganz Canada ihren Service nach dem Labour Day drastisch einschränken und teilweise Campingplätze innerhalb der Parks schliessen. Die Ausstattung der Provincial Parks ist nicht mit den Campingplätzen Europas vergleichbar. Die Ansprüche des Nordamerikaners sind weniger hoch, entsprechend einfach sind auch die Campingplätze ausgestattet. Eines bieten die Plätze aber immer - Natur satt!

Einreise nach Canada:
Zur Einreise nach Canada genügt für deutsche Staatsbürger ein Reisepass dessen Gültigkeit mindestens den Aufenthaltszeitraum abdecken muß. Deutsche Staatsbürger benötigen kein Einreisevisum nach Canada. Im Flugzeug wird vor der Landung ein Formular in englischer oder französicher Sprache verteilt, das es auszufüllen gilt. Die Stewardessen helfen hier gerne weiter. Dieses Formular muß bei der Passkontrolle in Canada vorgelegt werden. Bürger anderer Staaten sollten sich vor Antritt der Reise über die Einreisebedingungen vergewissern.

Einreise in die USA von Canada:
Für die Einreise in die USA genügt für deutsche Staatsbürger der Reisepass. Man wird Sie immer nach Ihrer Aufenthaltsdauer in den USA fragen. Im Zweifelsfalle gilt Ihr Rückflugticket als Beweis für die Rückreiseabsicht. Fragen Sie aber auf jeden Fall noch in Deutschland vor Ihrer Abreise nach Canada bei der amerikanischen Botschaft in Bonn nach, ob es Einschränkungen oder Änderungen gibt. Waffen dürfen bei einer Einreise in die USA nicht mitgebracht werden. Nur mit einer bereits in Deutschland ausgestellten Genehmigung der US Botschaft ist dies möglich. Stellen Sie sich aber trotz allem auf erhebliche Verzögerungen ein. Reisen Sie bei der Mitnahme von Waffen immer so in die USA ein, daß die Ortszeit in Deutschland nicht später als 14.00 Uhr ist und die Grenzbeamten die Chance haben die Botschaft zu erreichen, die Ihre Dokumente ausgestellt hat.

Entfernungen:
Entfernungen zwischen Ortschaften sind in Canada nur im Umfeld der Metropolen gering. Je weiter man sich von den Städten entfernt, um so größer werden die Entfernungen zwischen den Ansiedlungen. Im Durchschnitt liegen die Ortschaften etwa 35 km auseinander. Je weiter Sie nach Norden fahren, um so größer werden die Entfernungen. Wenn Schilder darauf hinweisen, daß die nächste Tankstelle 120 km entfernt ist, sollten Sie auf jeden Fall zur nächsten Tankstelle zurückfahren, wenn Ihr Tank weniger als halb voll ist. Besonders in abgelegenen Gebieten, kann es schon einmal passieren, dass Tankstellen kein Benzin mehr haben und sie zwei Tage auf den Tankwagen warten müssen. Eine gute Kalkulation und ein gefüllter Reservekanister beseitigt aber solche Probleme bereits im Vorfeld.

Essen und Trinken:
Die klassische kanadische Küche gibt es nicht. Mit Ausnahme von Quebec ( französische Küche, aber teuer ) und den Atlantikprovinzen ( Hummer und Meeresfrüchte, relativ preiswert ) werden die angebotenen Gerichte meistens auf der Basis von Fast Food angeboten. Sogenannte Family Restaurants bieten meist preiswerte Menüs an. Ist vor dem Restaurant keine Speisekarte zu sehen, fragt man besser die Bedienung vor dem Platz nehmen nach dem "Menue". Diese Verfahrensweise ist nicht ungewöhnlich und erspart teure Überraschungen.

Reichliche Portionen zu günstige Preisen erhält man immer an HUSKY Service Stations. Diese Tankstellen / Servicekette ist ein beliebter Anfahrpunkt für LKW Fahrer. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie ein Trucker Breakfast bestellen und dann Steaks, Rührei, Bratkartoffeln, Toast mit Honig und Kaffee erhalten. Auch kleine Restaurants an Überlandstrassen bieten gutes, meist preiswertes Essen. Je mehr LKW vor dem Restaurant stehen, um so besser, preiswerter und reichlicher ist es. Das Schild >Home Made Food< über den Restaurants ist meist ein Garant für gutes Essen.
Die gängigsten Fast Food Restaurants bieten mit Schwerpunkt die folgenden Speisen an:

Burger King

Hamburger, etc.

McDonald

Hamburger, etc.

Wendy

Hamburger, etc.

Kentucky Fried Chicken

Hühnchen gegrillt

Switz Chalet

Hühnchen wie im Wienerwald Restaurant

Friendly Greek

Griechische Speisen

Taco Bell

Mexikanische Speisen

Pizza Hut

Pizza

Mr. Wok

Chinesische Speisen

Die meisten dieser Fast Food Restaurants findet man immer im sogenannten Food Court in großen Shopping Malls.

Feiertage:
Die folgenden Tage sind in Canada Feiertage, an denn die meisten Geschäfte geschlossen haben und insgesamt nur sehr eingeschränkter Service in allen Bereichen verfügbar ist:

New Year

01. Januar

Good Friday, Karfreitag

wie in Deutschland

Oster Montag, Easter Monday

wie in Deutschland

Victoria Day

Mo vor dem 25. Mai

Canada Day

01. Juli

Labour Day

1. Mo im September

Thanksgiving

2. Mo im Oktober

Remambrance Day

11. November

Christmas Day

25. Dezember

Boxing Day

26. Dezember

Es gibt noch eine Anzahl von Feiertagen, die regional oder innerhalb einer Provinz begangen werden. Diese Feiertage sind nicht immer mit einer Verringerung der Serviceleistung verbunden. Regional können aber durch Feierlichkeiten alle Serviceleistungen für einen Tag unterbleiben.

Fliegen nach Canada:
Die folgenden Flughäfen in Canada werden auch von Deutschland aus angeflogen: Calgary, Edmonton, Halifax, Toronto, Montreal, Vancouver. Nur die Lufthansa und die Air Canada fliegen täglich -nonstop- nach Canada. Canadian Air fliegt ab London, Air Transat ( Chartergesellschaft ) ab Frankfurt, aber nur in der Hochsaison. Canada 3000 (Chartergesellschaft ) ab Düsseldorf, München und Stuttgart, aber auch nur an bestimmten Tagen. Alle anderen grossen Gesellschaften fliegen gleichermassen, aber nicht Nonstop nach Canada. Diese Gesellschaften fliegen von allen grossen Flughäfen in Deutschland, wie z.Bsp. ab Frankfurt, Berlin, Stuttgart, München oder Düsseldorf aber nicht ohne Zwischenlandung an Ihrem Heimatflughafen. Dieses addiert dann normalerweise nochmals zusätzlich mindestens 2 Stunden auf die Reisezeit. Die normale Nonstop-Flugzeit von Frankfurt nach Toronto beträgt etwa 8 Stunden, von Frankfurt nach Calgary etwa 9 Stunden. Mit Zwischenlandung kann die gesamte Reisezeit durchaus bis zu 16 Stunden dauern, besonders dann, wenn Sie mit einer amerikanischen Gesellschaft fliegen, die nochmals zwei Zwischenstops in den USA hat ( inklusive Wechsel des Flugzeugs ). Für einen Bundesbürger, der etwas Geld sparen möchte, ist es meist vom Preis günstiger, mit einer Chartergesellschaft zu fliegen, oder mit einer europäischen Gesellschaft mit einer Zwischenlandung in Europa. Der Preis wird meist über den Bordservice, das Sitzplatzangebot und das mitzuführende Freigepäck bestimmt. Die preisgünstigsten Flüge hat in der Vergangenheit Air Transat angeboten. Die Maschinen sind älteren Baujahrs, die Besatzungen sprechen selten deutsch, der Bordservice ist begrenzt und sehr einfach, das Sitzangebot für Personen kleiner als 1,65m kreiert und die mitzuführende Gepäckmenge beträgt 20 kg. Sehr deutliche Verspätungen oder ungeplante Zwischenlandungen sind nicht ungewöhnlich. Reisende, die Wert auf guten Service am Boden als auch in der Luft legen, sind bei Lufthansa oder Air Canada an der richtigen Adresse. Das mitzuführende Gepäck beträgt bei Air Canada 2x 30 kg. Andere Gesellschaften haben niedrigere Gepäckfreimengen und nicht immer nachvollziehbare Auffassungen von Service.

Führerschein:
Im Allgemeinen reicht der nationale Führerschein, so lange man nicht länger als drei Monate im Land bleibt. Bei längeren Aufenthalten ist es empfehlenswert einen internationalen Führerschein zu haben. Dieser wird von Ihrer zuständigen Zulassungsstelle ausgestellt. Wenn ein internationaler Führerschein vom Autovermieter gefordert ist und dieser bei der Fahrzeugübernahme nicht vorgelegt werden kann, wird das Fahrzeug erfahrungsgemäss nicht ausgehändigt.

Gastfreundschaft:
Der Kanadier ist im Allgemeinen sehr gastfreundlich. Je weiter Sie nach Norden kommen, um so mehr sind die Menschen aufeinander angewiesen. Einladungen zum Tee, Abendessen, oder zur Übernachtung sind keine Seltenheit. Wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug im Norden am Strassenrand stehen, wird fast jedes vorbeikommende Fahrzeug ( ausser LKW, die tun das nur bei LKW ) anhalten und fragen, ob Sie Hilfe benötigen.

Geld:

Kanadische MünzenDie kanadische Währung heißt Dollar, hat aber nicht den gleichen Umrechnungskurs wie der US$. 1 € ist ungefähr 1,62 Can$ ( Stand Dez 2003 ). 1 Can$ ist 100 Cent. Es sind Münzen mit folgenden Werten in Umlauf: 1 Cent, 5 Cent (Nickel ), 10 Cent (Dime), 25 Cent (Quarter), 50 Cent, 1 $ (Looni ) und 2 $, Banknoten mit folgenden Werten: 100 $, 50 $, 20 $, 10 $, 5 $, teilweise auch noch 2 $ und 1 $ Scheine, die aber in Kürze auslaufen.

Geschwindigkeit:
Die Geschwindigkeitsbegrenzung in Canada ist in Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 80 km/h, auf Autobahnen 100 km/h. Die angegebene Geschwindigkeit sollte man auf keinen Fall um mehr als 10 % Überschreiten. Bedingt durch eine grundsätzlich andere Rechtslage ist ein Foto zur Beweisführung nicht notwendig. Geschwindigkeitsmessungen können stationär, aus vorausfahrenden Autos, entgegenkommenden Autos und natürlich aus Autos hinter dem eigenen gemacht werden. Geschwindigkeitsübertretungen sind sehr teuer und nicht linear ansteigend in der Gebührenordnung. 10 km/h kosten 50 Can$, 30 km/h kosten 250 Can$, 50 km/h können je nach Lage der Dinge bis zu 700 Can/$ kosten. Man wird im Regelfall sofort angehalten. Neuerdings werden auch Radarmessungen mit zivilen Fahrzeugen durchgeführt. Auch Überwachungen aus der Luft mit dem Hubschrauber sind nicht ungewöhnlich.

Hotels / Motels:
Ein Hotel oder ein Motel in Canada zu finden ist grundsätzlich kein Problem. Der wesentliche Unterschied zwischen Hotel und Motel ist, dass ein Motel grundsätzlich kein Restaurant / Frühstück bereitstellt. Hotels tun dies, ein Frühstück ist aber selten im Preis enthalten. Man unterscheidet dabei zwei Varianten. American Plan ( dann steht hinter dem ausgehängten Preis AE ) bedeutet ohne Frühstück und European Plan ( hinter dem Preis steht dann EP ) und bedeutet, dass ein Frühstück mit Toast, Marmelade und Kaffee im Preis enthalten ist. In allen grösseren Städten stehen ausreichend Zimmer zur Verfügung. Hotels/Motels findet man grundsätzlich an den grossen Highways die in eine Stadt hineinführen / herausführen. Zimmerpreise für Hotel / Motels sind moderat und beginnen bei Motels in der Preisklasse von etwa 40 $ pro Zimmer pro Nacht. Für ein gutes Mittelklasse Hotel / Motel zahlt man etwa 80 $. Je grösser die Stadt und je näher am Flugplatz oder am Zentrum gelegen, um so teurer, lautet die Faustformel

Grosse Hotelketten haben ihren eigenen, mit dem Logo des Hotels beschrifteten Busdienst, der meist kostenlos, im Stunderhytmus, von den internationalen Flughäfen zu den Hotels fährt. Im Zeitraum von regionalen Grossveranstaltungen ( Calgary Stampede, Toronto Exhibition, etc. ) ist man gut beraten bereits lange ( mindestens 3 Monate ) vor Reisebeginn das Zimmer zu buchen. Erfahren kann man diese Veranstaltungen über das Internet in der entsprechenden Home Page der Stadt / Gegend über das Stichwort "Upcoming Events". Die grossen Hotelketten in Canada können auch in Deutschland, ohne über einen Reiseveranstalter zu gehen, direkt gebucht werden.

Informationsbeschaffung in Deutschland:
Eine grosse Zahl an Reiseführern und Reisebeschreibungen sind im Handel erhältlich. Nach der Buchung eines Wohnmobils, Mietwagens oder einer Rundreise in Canada erhält man Unterlagen der Reiseveranstalter über das Reiseziel. Alle Unterlagen scheinen eines gemeinsam zu haben, jeder scheint von jedem abzuschreiben und übernimmt Informationen, die teilweise seit Jahren nicht mehr korrekt sind. Bis auf den Baedecker Reiseführer über Canada, beschränken sich die meisten Veröffentlichungen auf die touristischen Schwerpunkte. Die kostenlos versandten Unterlagen des Touristik Dienst Lange, der im Auftrag der kanadischen Botschaft Touristik-Informationen über Canada versendet, sind sehr allgemein gehalten und für Detailplanungen kaum geeignet, wie übrigens kaum einer der Reiseführer in Deutschland ( Beispiel: Wer den Icefield Parkway in Alberta nach dem Labour Day im September befährt und einen der dortigen Campingplätze nutzen möchte stellt fest, dass diese geschlossen haben und nur die Plätze in Jasper oder Lake Louise genutzt werden können. Damit muss man dieses 235 km lange, mit Natur-Höhepunkten gespickte Strasse an einem Tag fahren) .
Lediglich einige kleine Spezialreiseveranstalter können wirklich fundiert Auskunft geben, tun dies aber meist erst nach einer Buchung.

Kleidung:
Obwohl die Gegend um Toronto z. Bsp. auf dem gleichen Breitengrad liegt wie Marseille, sollten Sie sich nicht darauf verlassen, daß im Frühjahr und im Herbst ähnliche Temperaturen vorherrschen wie am Mittelmeer. Nachts kann es hier in der Übergangszeit empfindlich kalt werden. Ende April, Anfang Mai kann es Ihnen durchaus passieren, daß Sie im Norden der grossen Seen noch viel Schnee und gefrorene Seen und Flüsse vorfinden. Am Tag ist es dann meist frostig kalt. In West Canada sind die Temperaturen in den Höhenlagen der Rocky Mountains Nachts unter Null und Schneefall ist ab Ende September in Höhen ab 1400m nicht ausgeschlossen. Nehmen Sie daher auch warme, regenfeste Kleidung und festes Schuhwerk mit, wenn Sie in Höhenlagen wandern wollen.
Krankenversicherung:
Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland zahlt bei notwendiger ärztlicher Behandlung in Canada oder USA nur die in Deutschland üblichen Sätze. Da Ärzte in Nordamerika generell nicht an eine Gebührenordnung wie in Deutschland gebunden sind, können daher erhebliche Geldbeträge als Unterschiedsbetrag auf Sie zukommen. Sie sollten daher in Ihrem Interesse eine Auslandkrankenversicherung abschließen, die ausdrücklich Nordamerika in den Versicherungsschutz einschließt.

Kreditkarte:
Sie sollten unbedingt eine Kreditkarte mitführen. Die gängigsten Karten sind VISA- u. Master Card, sowie American Express. Besonders bei Reservierungen für Hotels oder für das Hinterlegen einer Kaution für Mietwagen ist die Kreditkarte unerlässlich. Eine Kreditkarte wird eher akzeptiert als eine Hundertdollarnote. Sorgen Sie aber dafür, daß der Betrag den Sie voraussichtlich von Ihrer Kreditkarte benötigen, bereits vor Ihrer Abreise auf dem Kartenkonto gebucht ist. Auch wenn in Deutschland Ihr Dispokredit oder ein gedecktes Girokonto als Basis dienen, ist die Rechtslage in Nordamerika etwas anders. Ohne gedeckte Karte ist Ihr Kreditrahmen meist nicht mehr wie 500 Can$ pro Tag.

Medikamente:
Medikamente die Sie regelmäßig einnehmen müssen, können Sie nach Canada in der benötigten Menge einführen. Tun Sie dies aber nur in der Orginalverpackung. Bei Medikamenten die Betäubungsmittel enthalten, sollten Sie eine Bestätigung des Arztes mitführen. Aspirin, Vitamintabletten und Schlafmittel erhalten Sie in Canada zu einem Bruchteil der deutschen Preise.

Mietwagen:
Mietwagen sind in Canada auf den ersten Blick preiswerter als in Deutschland. Namhafte Vermieter bieten Fahrzeuge jeder Größenordnung bereits am Flugplatz an. Die veröffentlichten Preise in Canada beinhalten aber nur den reinen Haftpflichtversicherungsschutz, mit der niedrigsten gesetzlich vorgeschriebenen Deckungssumme für das Fahrzeug. Etwaige Kaskoversicherungen, Kilometer und Steuern werden zusätzlich auf den Preis aufgeschlagen. Es ist daher ratsam das Fahrzeug bereits in Deutschland zu buchen. Damit ist es z. Bsp beim ADAC Reisedienst preiswerter als vor Ort und Sie haben die Garantie, daß Sie die wirklich notwendigen, kanadischen Versicherungen tatsächlich haben. Das Mindestalter für die Anmietung eines Fahrzeuges ist 21 Jahre. Fahrer unter 24 Jahre müssen regelmäßig mit saftigen Preisaufschlägen ( Zusatzversicherung ) rechnen. Diese Versicherung wird dann vor Ort fällig. Es ist immer angeraten einen in Canada ausgestellten Mietvertrag für ein Fahrzeug genau durchzulesen. Die oftmals darin enthaltenen Abkürzungen sind meist nicht vorgeschriebene Zusatzversicherungenen. Diese gelten dann mit Tagestarifen für die gesamte Mietzeit und ergeben nach drei Wochen Fahrzeugmiete stattliche Summen für Versicherungen wie z. Bsp Privathaftpflichtversicherungen, Unfallinsassenschutzversicherungen, etc...., die eigentlich nicht zwingend benötigt werden, weil das kanadische Recht geschädigte Personen über die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs deutlich besser schützt, als in Deutschland üblich.

Mücken:
Besonders im hohen Norden, in Ontario, aber auch in Quebec und in Teilen der Atlantikprovinzen, wo es besonders viele Seen gibt, sind auch die bevorzugten Brutgebiete der Mücken. Besonders in den Monaten Mai und Juni stellen die Blackflies eine große Plage dar. Diese noch nicht einmal Stecknadelkopfgroßen Insekten sind sehr aggressiv und die Stiche schmerzhaft. In dieser Zeit ist es nicht angeraten mit Shorts und T-Shirt die Umgebung von Seen und langsam fließenden Gewässern aufzusuchen. In den übrigen Monaten sind normale Mücken die allgegenwärtigen Plagegeister. Diese Tiere reagieren besonders auf dunkle Kleidung, parfümierte Seife und Deodorant. Helle Kleidung mit grellen Farben wirken abschreckend. Bei Wanderungen oder Touren mit dem Kanu, sollte man daher seine Ausrüstung entsprechend auswählen und durchaus Mückennetze für das Gesicht mitführen. Erhältlich ist so etwas in jedem CANADIAN TIRE Supermarkt.

Müll:
Lassen Sie nie Ihren Müll achtlos liegen, wenn Sie irgendwo rasten, zelten oder mit dem Motorhome unterwegs sind. Wildtiere riechen Ihren Müll über mehrere Kilometer Entfernung und kommen auf jeden Fall um nachzusehen, wo der Ursprung des guten Geruchs ist. Wenn Sie unangenehme Begegnungen mit Stinktieren, Waschbären und anderen Tieren vermeiden wollen, sorgen Sie dafür, daß Sie am besten keinen Müll erzeugen. Dies ist aber nicht immer möglich. Lagern Sie daher Ihren Müll mindesten 100 m von Ihrem Zelt entfernt, wenn Sie keine Möglichkeit haben den Müll zu entsorgen oder geruchssicher zu verwahren. Unterlassen Sie es auch nach Möglichkeit während der Fahrt etwas aus dem Auto zu werfen. In Canada gibt es mittlerweile teils deftige Strafen für das Entsorgen auf diese Weise. Eine Cola Dose, aus dem Auto geworfen kostet 50 Can$ wenn man erwischt wird.

Notruf:
Der Notruf hat in Canada und in den USA generell die Nummer 911. Man versteht aber selten deutsch. Wenn Sie einen Notfall haben und der englischen Sprache nicht mächtig sind, rufen Sie eine Toll Free Number an, wo Sie wissen, daß deutsch gesprochen wird, schildern Sie den Sachverhalt und bitten Sie, den Notruf zu informieren.

Provincial-Park/National-Park:
Provincial Parks und National Parks gibt es überall in Canada. Meistens ist immer ein Campingplatz dabei. Die Parks liegen überwiegend in landschaftlich sehr schönen Gegenden und sind immer sehr gepflegt. Auch wenn ein Park Campground den Komfort eines privaten Platzes nicht bieten kann, sollte man die Parks immer vorziehen, wenn man naturverbunden ist. Stellen Sie sich aber immer darauf ein, daß Nordamerikaner ein anderes Naturverständnis und damit auch ein anderes Verhalten in der Natur zeigen. Um die Parks zu nutzen muß generell Eintritt bezahlt werden. Dieser Eintrittspreis ist aber in einer Übernachtung bereits enthalten. Dieser Eintritt wird am Parkeingang entricht, oder man wirft, meist außerhalb der Saison, den entsprechenden Betrag nach Ausfüllen eines Registrierungsbeleges (Voucher) in eine dafür vorgesehene Box. Für die National Parks in Canada kann auch ein Ticket gelöst werden, das ein Jahr gültig ist und für alle National Parks gilt. Dies rechnet sich auch für den Kurzbesucher, wenn man bereits drei Parks an insgesamt vier Tagen besucht. Dieses sichtbar, im Fahrzeug angebrachte Ticket gilt dann pro Fahrzeug, unabhängig von der Personenzahl ( max acht Personen pro Fahrzeug ). Besonders an den Wochenenden und in den nordamerikanischen Sommerferien, sind alle Parks stark frequentiert. An langen Wochenenden ( Freitag oder Montag Feiertag ) ist es ratsam bereits sehr früh anzureisen. Sucht man Stille und Natur, sollten diese Wochenenden in den Parks gemieden werden.

Reservierungen:
Wenn Sie in Canada Reservierungen tätigen wollen, wird man Ihrem Wunsch nur dann Rechnung tragen, wenn Sie die Nummer Ihrer Kreditkarte angeben. In Hotels oder Motels wird man Ihr Zimmer so lange reservieren, bis Sie am Reservierungstag eingetroffen sind. Sollten Sie allerdings Ihre Pläne ändern und das reservierte Zimmer nicht in Anspruch nehmen, wird man die Miete von Ihrer Karte abbuchen.

Souveniers:
Souveniers sind immer auch dort erhältlich, wo die Umgebung touristisch erschlossen ist. Beliebte Artikel sind in West Canda (Alberta) nahezu alle Cowboyutensilien. Ansonsten sind dies mehr handwerkliche Gegenstände. Mokassins oder Lederbekleidung, aber auch durch Indianer gefertigter Schmuck sind beliebte Artikel. Es wird jedoch auch sehr oft asiatische Massenware angeboten. Es ist daher ratsam, die Gegenstände mit Echtheitszertifikat zu erwerben. Acht geben sollte man darauf, daß keine Präparate erworben werden, die unter das Artenschutzgesetz fallen ( Felle, Häute ). Im Zweifelsfalle sollte man lieber vom Kauf absehen.

Steuern:
In Canada sind alle Preise mit Ausnahme Benzin, Alkohol und Gebühren/Preise staatlicher Einrichtungen ohne Steuern ausgezeichnet. Man unterscheidet zwei Steuern, die immer zum ausgezeichneten Preis dazu addiert werden müssen. Die GST (Government Sales Tax) mit 7% und die PST (Provincial Sales Tax) mit 8%. Dies sind die Werte für Ontario. In anderen Provinzen z. B. Alberta wird keine PST erhoben. In British Columbia wird zusätzlich auf alle Arten von Mietfahrzeugen ein Umweltsteuer erhoben. Diese beträgt derzeit 1,50 $ pro Tag der Mietzeit, wenn diese Fahrzeuge in B.C. angemietet wurden.

Stromversorgung:
Die Stromversorgung in Nordamerika ist generell 110 Volt, 60 Hz ( Europa 230 Volt, 50 Hz ). Ihre heimischen Elektrogeräte lassen sich aus diesem Grund nicht betreiben, es sei denn, daß Sie Elektrogeräte mitführen, die auf diese Spannung umschaltbar sind. Wenn diese Hürde genommen ist, machen Sie viel zu spät die Feststellung, daß der Stecker des Gerätes aus Deutschland nicht in die amerikanische Steckdose paßt. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte ein entsprechender Adapter daher bereits aus Deutschland mitgeführt werden. In Canada sind diese Adapter bei CANADIAN TIRE oder manchmal bei SHOPPERS DRUGMART erhältlich.

Telefonieren:
Telefonnummern innerhalb von USA und Canada sind grundsätzlich 10 stellig. Die ersten drei Ziffern sind die Ortsvorwahl ( area Code ) die folgenden sieben Zahlen sind die eigentliche Rufnummer. Innerhalb einer Stadt wählt man nur die letzten sieben Zahlen. Tätigt man den Anruf von einer Telefonzelle, kostet der innerstädtische Anruf 25 Cent. Bei einem Anruf ausserhalb des Stadtbereiches oder nach Deutschland ( Vorwahl 01149 ) wird der einzuwerfende Betrag angezeigt. Die Vorgehensweise ist allerdings etwas anders als in Deutschland und gewöhnungsbedürftig. Folgenderweise ist der Ablauf ohne Operator Unterstützung:
Hörer abheben
Nummer wählen,
Geld einwerfen ( auf keinen Fall zunächst mehr wie der angezeigte Betrag! ). Die Anzeige zeigt Ihnen dann wieviel Minuten Sie telefonieren können.
Erst wenn Sie um die 10 Sekunden Restzeit haben, werfen Sie Geld nach.
Bei Anrufen mit Operatorunterstützung meldet sich nach der Wahl der Nummer der Operator und teilt Ihnen ( auf englisch ) mit, wieviel Sie einwerfen müssen. Wenn das Ende der Gesprächszeit kommt, schaltet sich der Operator wieder ein und fragt Sie, ob Sie das Gespräch fortsetzen wollen. Dann fordert er Sie auf noch einmal Geld einzuwerfen. Werfen Sie kein Geld ein, oder hängen Sie vorher den Hörer ein, wird das Gespräch unterbrochen.
Wie in Deutschland gibt es Orts- und Ferngespräche und unterschiedliche Tarifzeiten (08.00 - 18.00, teure Tarifzeit ).
Wenn Sie die Möglichkeit haben mit der Kreditkarte zu telefonieren ( Kreditkartentelefon ) dann tun Sie dies.
Der Ablauf ist dann:
Hörer abheben, Kreditkarte einführen, Nummer wählen, Gespräch kommt nach kurzer Zeit zustande.

Temperaturen:

Stadt

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Calgary

Alberta

hoch

niedrig

-11

-22

-6

-17

-1

-12

9

-3

17

3

21

7

22

9

22

8

17

3

11

-2

0

-11

-8

-19

Halifax

Nova Scotia

hoch

niedrig

0

-9

0

-9

3

-4

8

-1

15

4

20

9

24

13

24

13

19

10

14

5

8

-1

2

-6

Montreal

Quebec

hoch

niedrig

-6

-14

-4

-13

1

-7

10

1

18

9

24

14

26

17

24

15

19

11

12

4

4

-3

-3

-10

Ottawa

Ontario

hoch

niedrig

-5

-16

-5

-16

1

-9

11

-1

19

7

24

13

27

15

25

13

20

9

13

3

4

-3

-4

-13

St John

Neufundland

hoch

niedrig

0

-7

0

-8

2

-5

5

-1

11

2

17

7

21

11

20

12

17

8

11

4

7

0

2

-4

Toronto

Ontario

hoch

niedrig

-1

-9

-1

-9

3

-5

10

1

17

7

23

13

26

16

25

15

21

11

13

4

6

-1

1

-6

St John

Neufundland

hoch

niedrig

0

-7

0

-8

2

-5

5

-1

11

2

17

7

21

11

20

12

17

8

11

4

7

0

2

-4

Regina

Sasketchewan

hoch

niedrig

-13

-23

-8

-19

-2

-13

9

-3

18

4

23

9

26

12

25

10

19

5

12

-2

0

-10

-8

-18

Quebec City

Quebec

hoch

niedrig

-7

-17

-7

-16

-1

-9

7

-1

16

6

23

11

24

14

23

12

18

9

11

3

2

-4

-5

-13

Toronto

Ontario

hoch

niedrig

-1

-9

-1

-9

3

-5

10

1

17

7

23

13

26

16

25

15

21

11

13

4

6

-1

1

-6

Vancouver

British Clumbia

hoch

niedrig

6

0

8

1

10

2

13

4

17

7

19

9

22

11

21

11

19

9

14

6

9

3

7

1

Whitehorse

Yukon Terr.

hoch

niedrig

-16

-25

-8

-18

-2

-14

6

-5

13

1

18

6

20

8

18

7

12

3

4

-3

-5

-12

-13

-21

Yellowknife

Northwest Terr.

hoch

niedrig

-25

-33

-20

-30

-13

-25

-1

-13

10

0

18

8

21

12

18

10

19

4

1

-4

-10

-18

-20

-28

Warnhinweis vor MooseTiere:
Wilde Tiere in Canada zu erleben ist meist immer in Provincial Parks möglich. Einige Parks in Ontario bieten Programme zur Tierbeobachtung. Es sind aber regional sehr grosse Unterschiede was die Möglichkeit von Tierbeobachtungen angeht. In British Columbia sind, ausser in den grossen Parks und dort nur ausserhalb der Saison, auch nach längerem Warten kaum Tiere zu sehen. Das hängt mit dem enormen Jagddruck zusammen, der besonders in Alberta und British Colmbia sehr hoch ist. In Ontario und in Quebec, wird man auch ausserhalb der Parks im Hinterland, bzw. im Norden häufiger unfreiwillig fündig. Besonders in den Abendstunden ist höhere Aufmerksamkeit geboten, wenn man Auto fährt. Die Schilder über Wildwechsel sind ausgesprochen ernst zu nehmen.
Ein Zusammenstoß mit einem Moose ( canadischer Elch ) geht immer auch sehr ernst für den Autofahrer aus. Die beste Zeit um Tiere buchstäblich hautnah zu erleben ist Anfang September, wenn die Ferien in Nordamerika beendet und die Provincial Parks nahezu verwaist sind. Je weiter entfernt das Reiseziel von Ballungsräumen wie Toronto, Montreal, Ottawa, Vancouver, Calgary und Edmonton ist, um so größer ist die Chance beeindruckende Naturerlebnisse zu haben. Das Fütterungsverbot in den Provincial Parks sollte man jedoch unbedingt einhalten um zu vermeiden, daß ungebetene Besucher (Bären, Stinktiere, Füchse, Waschbären) Ihren Aufenthaltsort in ihre tägliche Futterrunde einbeziehen.

Toll-Free-Number:
Ihnen werden immer wieder Telefonnummern begegnen, die folgendermaßen aufgebaut sind:
1-800-435-2667. Alle Telefonnummern die mit 1-800 beginnen sind Nummern, die Sie ohne Kosten für Sie anrufen können. Die meisten Hotels und Motels können Sie mit einer solchen Nummer erreichen. Auch Touristikinformationen verfügen meistens über eine Toll Free Number.

Touristeninformation:
Wenn Sie unterwegs eine Tourist Information entdecken, sollten Sie sich die Zeit nehmen und die dort erhältlichen, kostenlosen Unterlagen anschauen und mitnehmen. So erfahren Sie immer sehr schnell wo der nächste Supermarkt, die nächste Tankstelle, das nächste Hotel/Motel ist. Auch touristische Attraktionen, die Sie ansonsten in keinem deutschen Reiseführer finden, oder Hinweise zu Touristikunternehmen mit speziellem Angebot finden Sie hier. Häufig erhalten Sie auch verbilligte Eintrittskarten, Tagesfahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel und Gutscheine für Serviceleistungen. Diese Tourist Information versorgen Sie mit Information, die etwa für die nächsten 200 km gültig sind. Besonders wenn Sie in weniger bewohnte Gebiete fahren, kann das Wissen um die nächste Tankstelle oder den nächsten Supermarkt Ihre Routenplanung erheblich beeinflussen und zeitraubende Sucherei, bzw. liegenbleiben ohne Treibstoff vermeiden.

Trinkgeld:
Bedienungsgeld ist in Restaurantrechnungen nicht enthalten. Trinkgeld macht etwa 20% des Einkommens von Bedienungspersonal aus. Deshalb gibt man, wenn man mit der Bedienung zufrieden war, etwa 10 - 15 % des Rechnungsbetrages als Trinkgeld.

Verkehrsregeln:
Die Verkehrsregeln in Canada entsprechen denen, wie Sie es hier in Deutschland gewohnt sind. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, die man kennen sollte.
In Canada gibt es auf mehrspurigen Straßen kein Rechtsfahrgebot. Wundern Sie sich daher nicht, wenn Sie rechts überholt werden.
Als Linksabbieger an Kreuzungen gibt es zwei wesentliche Unterschiede.
Wenn Sie nach links auf eine mehrspurige Straße abbiegen, ordnen Sie sich nach dem abbiegen immer in die linke Spur ein. Niemals wie in Deutschland auf die ganz rechte Spur.
Wenn Sie als Linksabbieger an eine Ampelanlage kommen, an der das grüne Licht blinkt, heißt dies, daß Sie nach links abbiegen können. Solange grün blinkt, hat der Gegenverkehr rot.
Wenn Sie an einer Kreuzung nach rechts abbiegen wollen und die Kreuzung durch eine Ampelanlage geregelt wird, können Sie bei rot nach rechts abbiegen, wenn Sie folgende Dinge berücksichtigt haben. Sie müssen angehalten haben und nur wenn Sie niemanden behindern oder gefährden, dürfen Sie abbiegen. Diese Regelung gibt es nicht in Quebec.
Sie finden im Regelfall kein Schild für eine Vorfahrtsstraße oder das Schild Vorfahrt achten. Wenn Sie eine Straße entlang fahren haben Sie so lange Vorfahrt, bis ein STOP Schild zu erkennen gibt, daß Ihre Vorfahrt beendet ist. Dieses Schild mit dem Zusatz STOP ALL WAYS heißt, daß alle Richtungen ein STOP Schild haben. In diesem Fall hat der Vorfahrt, der zuerst an der Kreuzung eingetroffen ist. Nur wenn dies nicht eindeutig festzustellen ist, gilt Rechts vor Links. Ein generelles Schild für eine Vorfahrtstrasse gibt es nicht.
Busse, die am Strassenrand anhalten und dabei ihre Warnblinkanlage angestellt haben, dürfen nicht überholt werden. Auch der Gegenverkehr muss anhalten.

Waffen:
Sie können Waffen und Munition nicht ohne Probleme nach Canada mitbringen. Nehmen Sie in diesem Fall unbedingt mit der kanadischen Botschaft in Bonn Verbindung auf. Auch der Kauf von Waffen und Munition in Canada setzt für Ausländer eine Prüfung und eine Genehmigung durch die örtliche Polizei voraus. Dieser Vorgang dauert etwa 30 Tage.

Wohnmobile:
Die unabhängigste Weise Canada zu entdecken ist die Reise mit dem Wohnmobil. Das Mindestalter für den Fahrzeuglenker ist 25 Jahre. Die meisten Wohnmobilvermieter in Canada sind mit Ihrer Flotte mit den kleineren Fahrzeugen (17ft bis 24 ft) bereits Anfang Februar für das Frühjahr, Sommer und während des Indian Summer ausgebucht. Von dem Versuch einer Anmietung dieser Fahrzeuge nach Ankunft in Canada wird daher abgeraten, weil dies regelmässig nicht zum Erfolg führt. Sollten Sie trotzdem Glück haben, werden Sie zunächst feststellen, dass die Tagesmietpreise deutlich niedriger erscheinen, als die der deutschen Anbieter. Es kommen in Canada jedoch noch Versicherungen ( CDW entspricht einer Teilkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung ), Steuern und Entgelte für Kilometer hinzu. Diese zusätzlichen Beträge verteuern die ursprünglichen Preise um fast das doppelte und die Mieten sind dann etwa 30% teurer, als der Komplettpreis in Deutschland.
Dem Versicherungs- und Tarifwirrwarr für diese Fahrzeuge entgeht man, indem man diese Fahrzeuge bereits in Deutschland anmietet.
Da die Größenordnungen dieser Fahrzeuge deutlich die der in Deutschland üblichen Maße überschreiten, ist ein wenig Wohnmobilerfahrung recht hilfreich. Der Verbrauch dieser Fahrzeuge bewegt sich zwischen 20 ltr / 100 km ( 17ft Camper ) und 40 ltr / 100 km ( 28 ft Motorhome und größer ). Gefüllte Wasser- und Abwassertanks treiben den Verbrauch deutlich nach oben. Am wirtschaftlichsten fährt man mit einer Geschwindigkeit zwischen 70 km/h und 80 km/h.

Zollvorschriften:
Machen Sie sich vorab unbedingt mit den Zollvorschriften vertraut. Die Warenmengen, die Sie bei einer Reise innerhalb nicht EG Europa gewohnt sind, können bei einer Einreise nach Nordamerika so nicht übernommen werden. Erlaubt ist die Einfuhr von 200 Zigaretten und 1,1 Liter Alkohol pro Person. Das Mindestalter ist 18 Jahre für den Einkauf von Zigaretten und 19 Jahre für den Erwerb von Alkohol. Soll eine besonders teure Videoausrüstung oder Fotoausrüstung nach Canada eingeführt werden, ist es empfehlenswert diese Ausrüstung bei der Einreise nach Canada bei dem Zollbeamten anzumelden und die Rechnungen aus Deutschland mitzuführen. Die Wertgrenze für diese Artikel sind etwa €1.000 pro Ausrüstung. Der Zollbeamte hat jedoch einen weiten Ermessenspielraum.
Sehen Sie davon ab, frisches Obst, geräucherte Lebensmittel, Pflanzen oder Getreide / Saatgut nach Canada oder in die USA einzuführen. Dies ist strengstens verboten und führt im günstigsten Fall zu einer Beschlagnahme und Vernichtung der genannten Dinge.
Bekleidung, Sportartikel und Schuhwerk sind in den USA erheblich preiswerter als in Canada oder als in Deutschland. Auch wenn in den USA die LEVIS 501 nur 35 US$ kostet, wissen dies die Zollbeamten in Canada und auch in Frankfurt, daß eine erhebliche Ersparnis für Europäer vorhanden ist. Es gibt keine Warenfreigrenze für Europäer, die von Canada in die USA einreisen oder umgekehrt. Melden Sie die Waren ( keine Lebensmittel und andere Verbrauchsgüter für den täglichen Bedarf ) die Sie gekauft haben an der Grenze USA/Canada an. Inklusive des Canada Zolls für die Levis 501 wird diese dann genauso teuer wie in Canada (etwa 55Can$). Die Warenfreigrenze für deutsche Staatsbürger, die aus Nordamerika nach Deutschland zurückkehren beträgt € 75,00 pro Person.